NF_Plan_Festung_Koblenz
Neuendorfer 
Flesche
Feste Kaiser Franz

Der Plan von 1825 zeigt das System Feste Franz rund um den Petersberg in Koblenz-Lützel mit der Moselflesche am Moselufer, die Bubenheimer Flesche und die Neuendorfer Flesche.
Es gehörten weiter dazu:
die Metternicher Schanze (heute: Falckenstein-Kaserne), die Rübenacher Schanze (heute Telekom-Gebäude an der B9) und die Rheinschanze im heutigen Ortsteil Neuendorf.
Heute sind noch mit Teilen vorhanden:
Das Fort Feste Kaiser Franz, Mauerreste der Moselflesche und der Bubenheimer Flesche, Reste der
Kommunikation zwischen Fort Feste Kaiser Franz und der Bubenheimer Flesche, unterirdische Teile der Neuendorfer Flesche. Die Metternicher Schanze und die Rübenacher Schanze wurden in Gänze geschleift.
Seit 1997 bemüht sich ein Verein um die Reste der Feste Kaiser Franz (Feste Kaiser Franz e.V.) und seit 1990 versucht ein Förderkreis die verbliebenen Reste der Neuendorfer Flesche zu erhalten und zu dokumentieren (Förderkreis Neuendorfer Flesche e.V).
(Bild oben rechts: Ausschnitt aus “Plan de coblentz” von 1825).

Erbaut wurde die Feste Franz in den Jahren von 1816 bis 1822 auf dem  Petersberg in Lützelkoblenz auf der linken Rhein- und Moselseite. Nach  der Fertigstellung wurde das Werk 1823 mit Truppen belegt.
Die Namensgebung für die Festung erfolgte nach Kaiser Franz von Österreich der in den Befreiungskriegen Preußens Verbündeter war. Das Fort hatte  zunähst die Aufgabe, die Stadt Koblenz und den Rhein- und Moselübergang zu sichern.

Plan_Coblentz
Reduit 2010
Coblenz Veste Kaiser Franz Postkarte1

Die Feste Franz war das Hauptwerk des nach ihr benannten Systems Franz.  Hierzu gehörten die Festungswerke Bubenheimer Flesche (heute:  Volkspark), Moselflesche (heute: WTS), Neuendorfer Flesche (heute:  Reinkaserne), Metternicher Schanze, Rübenacher Schanze und Rheinschanze. Die Fleschen waren über Hohlgänge mit dem Hauptwerk verbunden.  Zusätzlich entstanden Minen- und Horchgänge, die vom Reduit aus in das  Vorfeld getrieben wurden.
Über die Jahre wurden immer wieder Teile der Feste Kaiser Franz und der  übrigen Werke repariert, um- und ausgebaut. 1890 gab man das System  Franz schließlich auf. Die Neuendorfer Flesche und die Moselflesche  wurden abgerissen und überbaut.
Nach Ende des Ersten Weltkrieges mussten auch die Koblenzer Festungswerke  auf der Grundlage des Versailler Vertrages entfestigt werden. Die Feste  Franz wurde in großen Teilen zerstört, das Haupttor sowie das Reduit  samt Kehlturm blieben jedoch erhalten. Auch die übrig gebliebenen Werke  des Systems wurden entfestigt.

Zum Festungsstem Feste Kaiser Franz gehörten:

Die Moselflesche
Die Bubenheimer Flesche
Die Neuendorfer Flesche
Die Metternicher Schanze
Die Rübenacher Schanze
Die Rheinschanze

Die Anlage war jahrelang dem Verfall preisgegeben und wurde als  Schuttabladeplatz, Sickergrube und Abenteuerspielplatz genutzt. Im  Sommer 1997 gründeten schließlich junge Leute den Verein Feste Kaiser  Franz e.V. mit dem Ziel, die Überreste der Anlage herzurichten und für  die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen.

Vorstand

Vorsitzender:Frank Kellermann
2. Vorsitzender: Matthias Kellermann
Kämmerer: Rainer Arenz
Beisitzer: Florian Teschke
Beisitzer: Thomas Dillenburg

Kontakt

Feste Kaiser Franz e.V. Fröschenpfuhl 40, 56070 Koblenz,
Tel.: 0261 / 98899633

Führungen

April, Mai, Oktober: Vom Volkspark zur Feste Kaiser Franz, Dauer ca. 3 Stunden (Lange Führung).
Juni-August: Feste Kaiser Franz, Dauer ca. 2 Stunden (Kurze Führung).
September (Tag des offenen Denkmals): Feste Kaiser Franz, Dauer ca. 2 Stunden  (Kurze Führung). Die Uhrzeiten für diesen Tag werden gesondert bekannt gegeben.
Neben diesen regelmäßigen Führungen sind jederzeit  Rundgänge mit dem Verein möglich.

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Neuendorfer Flesche

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© by Förderkreis Neuendorfer Flesche Koblenz (2001-2017) Letzte Aktualisierung am 18.09.2017